Hersteller unterscheiden grundsätzlich zwischen Freestyle-, Freeride-, Carving- und Raceboards. Die Kategorien sind dabei nicht fest voneinander getrennt, sondern gehen ineinander über. Laufflächen/Belag Der Fahrbelag (oder auch Base) ist ein wichtiger Bestandteil des Snowboards und muss hohe Gleitfähigkeit haben. Inzwischen gibt es verschiedene Arten, die ausser der nötigen Glätte auch robust (gegen Kratzer) und pflegeleicht sein sollen. Extrudierter Belag Beim extrudierten Belag wird Polyethylengranulat verflüssigt und durch eine breite Düse auf die gewünschte Breite und Dicke gebracht und anschliessend auf dem Board verklebt. Gesinterter Belag Polyethylenpulver wird verflüssigt und zu einem zylindrischen Block zusammengepresst, von dem dann der Belag abgeschält wird. Dieser Belag ist dann sehr abreissfest, hat eine hohe Gleitfähigkeit und nimmt Heisswachs auch sehr gut auf. Graphitbelag Graphitbelag ist ein Polyethylenbelag mit einem Russanteil von 15 Prozent, der diesen leitfähig macht und dadurch eine statische Aufladung verhindert. Dadurch kann kein Schmutz angezogen werden, der die Gleitfähigkeit vermindert.
Standposition (Regular/Goofy)
 Standposition regular, Bindungswinkel 30°/15°
 Standposition goofy, Bindungswinkel 30°/15°
Grundsätzlich existieren zwei unterschiedliche Standpositionen (Körperhaltungen) auf dem Snowboard, abhängig davon ob der linke („regular“) oder der rechte Fuss in Fahrtrichtung vorne steht („goofy“). Ob ein Snowboarder nun „regular“ oder „goofy“ fährt, ist allein von subjektiven Präferenzen abhängig.
Bindungswinkel
 Duckstance, Bindungswinkel 21°/-21°
 Standposition regular, Bindungswinkel 52°/45°
 Mongofoot, Bindungswinkel 15°/21°
Generell gibt es kein Patentrezept für den richtigen Winkel. Jeder Snowboarder muss für sich selbst die angenehmste Standposition wählen. Jedoch gibt es für jeden Fahrstil sinnvolle und weniger sinnvolle Standpositionen. Einsteiger sind mit einem Winkel von 30° vorn und 15° hinten am besten beraten. Durch diesen Winkel zeigen die Schuhspitzen leicht in Fahrtrichtung und die noch sehr ungewohnte Bewegung ist leichter erlernbar. Auch für fortgeschrittene Snowboarder, die keinen speziellen Stil verfolgen wie etwa Freestyle oder Freeride ist ein 30°/15° Winkel empfehlenswert. Freestyle-orientierte Snowboarder fahren meist einen recht flachen Winkel (vorne/hinten: 0°/0° bis ca. 21°/-21°, „Duckstance“) da so beim Springen, Landen etc. das Gleichgewicht zwischen Fersen- und Zehenkante leichter gehalten werden kann. Mit flachen Winkeln ist es auch einfacher Schwung für Spins (Drehungen) zu holen. Freeride-orientierte Snowboarder haben die Bindungen deutlich steiler montiert, da sie recht hohe Geschwindigkeiten erreichen und aus diesem Grund mehr in Fahrtrichtung gedreht stehen sollten als Freestyler. Ein typischer Bindungswinkel ist zum Beispiel 24°/18°. Race-Board-orientierte Snowboarder haben die Bindungen noch steiler eingestellt, da sie recht hohe Geschwindigkeiten erreichen und aus diesem Grund mehr in Fahrtrichtung gedreht stehen sollten als Freerider.
Boardtypen
Race-Board Ein Race-Board ist ein recht steifes Snowboard, das für den Einsatz in Rennen ausgelegt ist. Es hat eine flache, kurze Spitze (nose). Race-Boards sind meist länger als Freestyle- oder Freerideboards.
Race-Boards werden ausschliesslich mit Hardboots und Plattenbindungen gefahren, um genaue Kontrolle auch bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten. Freeride-Board Ein Freeride-Board ist breiter und weicher als ein Race- oder Carving-Board. Freerideboards werden fürs Freeriden deutlich länger als Freestyleboard gefahren. Es ist in erster Linie für das Tiefschneefahren gedacht. Mit dem Freerideboard lässt sich aber auch auf der Piste carven oder kleinere Tricks machen. Das Heck (englisch: tail) ist etwas aufgebogen, um Rückwärtsfahren (fakie) zu ermöglichen. Freeride-Boards werden fast immer mit Softbindungen gefahren. Die Schaufel eines Freerideboards sollte lang, hoch und weich sein um viel Auftrieb im Tiefschnee zu geben. Die Bindungsposition ist für mehr Auftrieb auch stark zurückversetzt zur Boardmitte. Freestyle-Board Das Freestyle-Board ist eher weich, nicht besonders lang (130-165 cm) und das Heck (engl. tail) ist mit der Spitze (engl. nose) identisch (twintip). Freestyleboards sind zum Springen, Landen und zum Rail-Fahren konstruiert. Daher ist es möglich, die Bindungen zentral auf das Brett zu montieren, um auch rückwärts (fakie, switch) fahren zu können. Es wird ausschliesslich mit Softbindungen gefahren. Die neueren Generationen sind hart, um den immensen Belastungen, die bei weiten Sprüngen entstehen, gerecht zu werden und somit die Handhabung bei hohem Tempo zu erleichtern. Alpin-Board Alpin-Board ist der Überbegriff, der Carving orientierte Boards von Freestyle und Freerideboards trennt. In der Regel sind das Freecarve-, Race- und Carving-Boards sowie Boardercross(BX)-Boards. Allround-Board (Allmountain) Ein Allround-Board ähnelt stark dem Freeride- und Freestyle-Board. Es hat nur eine andere Konstruktion, die das Gewicht besser auf die Kanten verteilt. Somit wird das Fahren auf der präparierten Piste einfacher und benötigt weniger Kraft als ein Freestyle-Board. Das Board wird nach unten (zu den Kanten hin) etwa drei Millimeter breiter. Der Name Allround-Board kommt davon, weil mit diesem Board von allem etwas gemacht werden kann. Ein solches Board ist optimal für Leute, die noch dabei sind, ihr Spezialgebiet herauszufinden. Bindungstypen

Eine Plattenbindung fixiert einen Hardboot an Spitze und Ferse mithilfe von Metallbügeln, meist ist der vordere Bügel klappbar. Eine Plattenbindung bietet eine sehr direkte Kraftübertragung. Sie kommt vor allem bei Alpin- und Raceboards zum Einsatz. Die Softbindung dagegen fixiert einen Softboot mit zwei Ratschenbändern über dem Rist und den Zehen. Sie ist die am weitesten verbreitete Bindungsart. Die Flow-Bindung ist eine spezielle Bindung für Softboots, die der normalen Softbindung zwar ähnlich ist, im Gegensatz zu dieser jedoch keine Ratschen im herkömmlichen Sinne mehr verwendet. Um in die Bindung einzusteigen lässt sich das Highback mithilfe eines kleinen Hebels herunterklappen. Der vierte Bindungstyp ist die Step-In-Bindung. Sie verwendet einen Mechanismus, der es ermöglicht, im Stehen in die Bindung einzurasten.
Boots

Softboots Hardboots sind den normalen Skischuhen recht ähnlich, sie sind wie diese Hartschalenschuhe, die aus Plastik gegossen werden. Softboots bieten in der Regel einen etwas höheren Tragekomfort als Hardboots, jedoch erfolgt die Kraftübertragung, beispielsweise beim Kurvenfahren, indirekter. Mit ihnen fällt das Laufen deutlich leichter. Heute sind sie die verbreitetere Schuhform.
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